Krypto-Dienste wie Bitcoin Trader nach neuem Recht anbieten

Deutsche Fintechs eilen, um Krypto-Dienste nach neuem Recht anzubieten.

Fintech-Unternehmen in der Bundesrepublik entwickeln und bieten nach der neuen deutschen Gesetzgebung, die es den Banken im nächsten Jahr ermöglichen wird, Kryptowährungen zu speichern, zu transferieren und zu handeln, schnell Custodial-Lösungen für digitale Assets an. Die Solarisbank mit Sitz in Berlin hat eine Tochtergesellschaft gegründet, die sich ausschließlich auf die Nische wie Bitcoin Trader konzentrieren wird. Die neue Einheit und ein weiteres deutsches Startup, Finoa aus Potsdam, planen, neue Krypto-Custody-Lizenzen zu beantragen.

Bitcoin Trader  nach neuen Rechten

Als wichtiger Partner von Kryptounternehmen in Deutschland und Europa will die Solarisbank zu den ersten Finanzinstituten der Bundesrepublik gehören, die Krypto-Währungen führen. Das Technologieunternehmen unterhält eine digitale Bankenplattform, an die sich andere Unternehmen anschließen und ihre API nutzen können, um eigene Finanzprodukte und -dienstleistungen aufzubauen und anzubieten. Im Jahr 2016 erhielt sie eine deutsche Banklizenz, die es ihr ermöglicht, auch in anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) tätig zu sein.

Deutsche Fintechs eilen

Die Solarisbank war an wichtigen Projekten im europäischen Krypto-Raum beteiligt, wie der Entwicklung der Krypto-Handels-App Bison und der Einführung der Digital Asset Trading-Plattform BSDEX durch die Börse Stuttgart. Die Partnerschaft mit dem Kryptowährungsanbieter Bitwala ermöglicht es Kunden in 31 EWR-Ländern, ein deutsches Bankkonto mit integriertem Bitcoin-Wallet zu haben. Die am Mittwoch vorgestellte neue Tochtergesellschaft wird es ihr ermöglichen, die Vorteile des neuen deutschen Geldwäschereigesetzes, das es den Banken erlaubt, Kryptowährungen zu halten, voll auszuschöpfen.

Solaris Digital Assets wird Krypto-Custody-Dienstleistungen anbieten, die den regulatorischen Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) entsprechen, berichtet das Handelsblatt. Um dies zu ermöglichen, wird das Unternehmen bei der Bafin eine der neu eingeführten Lizenzen für die Depottätigkeit im Jahr 2020 beantragen. Kryptowährungsspeicherlösungen werden in der Anfangsphase das Hauptprodukt des neuen Unternehmens sein, aber die Tochtergesellschaft plant, ihr Angebot in Zukunft zu erweitern. Michael Offermann, Geschäftsführer der Blockchain Factory der Solarisbank, sagte der Zeitung:

Seit anderthalb Jahren arbeiten wir intensiv an der Krypto-Verwahrung. Mit der neuen Verordnung ist ein guter Zeitpunkt für den Start gekommen. Schließlich sind wir kein Forschungsinstitut, sondern eine Geschäftsbank.

Den Finanzmarkt grundlegend verändern

Der Veröffentlichung zufolge wird die Solarisbank ihrem bewährten Ansatz zur Bereitstellung von White-Label-Lösungen treu bleiben. Das Unternehmen wird den neuen Service nur anderen Finanzinstituten und Geschäftskunden anbieten, während Privatkunden kein Direktkonto bei der Tochtergesellschaft Solaris Digital Assets eröffnen können. „Bisher haben wir mit unserer Fokussierung auf Geschäftskundenangebote gute Ergebnisse erzielt. Unsere Partner stehen in Kontakt mit den Endkunden und das sollte auch so bleiben“, betonte Offermann.

Der Vorstand der Solarisbank ist der Ansicht, dass digitale Assets den Finanzmarkt grundlegend verändern werden. „Sobald der Kauf und die Verwahrung von Bitcoin und Unternehmen einfacher wird, erwarten wir ein starkes Wachstum“, fügte er hinzu. Michael Offermann bezeichnete die Entscheidung, eine eigenständige Einheit zu gründen, anstatt Krypto-Custody direkt über die Solarisbank anzubieten, als einen guten Schritt, falls sich das regulatorische Umfeld in Deutschland erneut ändert.

Seit seiner Gründung vor rund drei Jahren hat das Fintech-Unternehmen seinen Umsatz im Jahr 2018 auf 7,4 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Ende letzten Jahres belief sich die Bilanzsumme der Solarisbank auf 120 Millionen Euro, so das Handelsblatt. Der Erfolg ist Teil der rasanten Entwicklung des Krypto-Bankensektors in den letzten Monaten und Jahren, die zur Einführung einer Vielzahl neuer Dienstleistungen in diesem Bereich führte. Plattformen wie Cred bieten Bitcoin-Enthusiasten die Möglichkeit, bis zu 10% ihrer BTC- und BCH-Bestände durch Depotdienstleistungen zu verdienen.